Im Rahmen einer spirituellen Wanderung tauchen wir gemeinsam mit haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen des Seelsorgeraum Graz-Ost in die Veränderungsdynamiken des Waldes ein – mit dem Bewusstsein, dass wir selbst Teil der Natur sind. Dabei reflektieren wir unsere eigenen Haltungen und kommen miteinander ins Gespräch darüber, wie Loslassen und Erneuerung im Seelsorgeraum und im eigenen Leben gelingen kann.
Unsere Wanderung beginnt mit einer Begrüßung in der „ersten Kathedrale Gottes“ – dem Wald. In einem Moment der Stille stimmen wir uns auf die gemeinsame Zeit ein.
Ein erster Impuls zum Thema Wald gibt Einblick in seine vielfältigen Funktionen, ergänzt durch Daten und Fakten zur Dauerwaldbewirtschaftung und zur dynamischen Waldtypisierung.
Anschließend widmen wir uns dem Thema Loslassen im Rahmen einer spirituellen Konversation – einer jesuitischen Beratungsform. Gemeinsam suchen wir nach einem roten Faden, was Loslassen und Erneuerung in der Kirche bedeuten können.
Im praktischen Teil betrachten wir das Loslassen im Wald:
Wann lässt der Wald los?
Welche Bedeutung hat Totholz für das Ökosystem? (z. B. Veteranenbäume, Kaderverjüngung, stehendes und liegendes Totholz)
Wie können wir diese Prozesse auf unsere pastorale Arbeit übertragen?
Ein weiterer Impuls widmet sich der Vernetzung und Kooperationen als natürliche Prozesse im Wald – wie z.B bei Pilze und Bäumen.
Der Rückweg wird als Emmausgang gestaltet – mit der Leitfrage: Was können wir vom Wald über Loslassen und Erneuerung für unsere Arbeit im Seelsorgeraum lernen?
Zum Abschluss feiern wir eine Waldandacht, die die Erfahrungen des Weges spirituell vertieft und unseren Dank an die Schöpfung ausdrückt.